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Ganzheitlichkeit

"Dem Mass unserer Liebe entspricht das Mass unseres Glücks."

John Wesley (1703 - 1791)

Ein Hauch von Afrika beim Basar in Wädenswil

[21.11.2011] Damit aus Fremden Freunde werden“ hiess das Thema beim Basar der EMK Wädenswil. Wie in jedem Jahr öffnete die Gemeinde zwei Tage lang ihre Türen, bewirtete Gäste im Beizli, präsentierte ihre stadtbekannten Guetzli, bot im Lesecafé Bücher an und verkaufte auf der Strasse Adventsgestecke, Raclette sowie frische Ware vom Bauernhof. Der Kirchsaal wurde zur Kleiderbörse umgebaut. Während Eltern Jacken und Hosen probierten oder Kaffee tranken, konnten die Kinder im Geschichtenzelt Abenteuer miterleben.

 

Der Erlös des Basars war u. a. für die kirchliche Arbeit in Albanien bestimmt, über die Wilfried und Joan Nausner bereits im Jahr zuvor aus erster Hand berichtet hatten. Bei einem Quiz konnten die Besucher ihr Wissen über Albanien testen. Am Sonntag im Gottesdienst gab es dazu die Preisverleihung.

 

Höhepunkt des diesjährigen Basars war aber noch etwas anderes: Das Thema „Damit aus Fremden Freunde werden“ hätte sich zwar auch schon auf die Gemeinden in Albanien, über die mit Bildern berichtet wurde, sowie auf die vielen kirchenfremden Basarbesucher beziehen können. Diesmal aber wollten die Wädenswiler gezielt Kontakt zu den Migrationsgemeinden der EMK in der Schweiz suchen. Deshalb wurden an diesem Wochenende Pastor Dosithé Mangandu mit seiner Familie und der Singgruppe der französischsprachigen Gemeinde in Biel eingeladen. Und sie kamen mit neun Personen!

 

Bereits am Samstag konnten sich die zahlreichen Passanten an der Rosenbergstrasse über afrikanische Klänge und Gesang erfreuen. Bei der Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes wechselten sich dann die Wädenswiler und die Bieler Musikgruppe ab. Dosithé Mangandu hielt eine beeindruckende Predigt über Hebräer 11, 8 – 16, welche von Claus Eck ins Deutsche übersetzt wurde. Als Nachfolger im Glauben wie Abraham sind wir alle Fremde – unterwegs zur Stadt Gottes. Der aus dem Kongo gebürtige Mangandu erzählte, wie sich in einem überfüllten Schweizer Zug niemand auf den leeren Platz neben ihm, dem Afrikaner, setzen wollte. Gott aber freut sich an der Vielfalt seiner Menschen. Und in seinem Reich sind noch viele Plätze frei…

 

Neu für die Wädenswiler war auch die afrikanische Art der Kollektensammlung – mit Körbchen, Gesang und Tanz. Beim anschliessenden Kirchencafé polierten noch manche Deutschschweizer ihr Französisch auf. Es wurde gelacht und umarmt. Bei der Abreise waren aus Fremden Freunde geworden.

 

 

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