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Mittwoch 06. Dezember 2017 09:49Alter: 8 days
/ Kategorie: Schweiz

"Wer an Heiligabend arbeitet, fehlt zuhause"

Heiligabend ist Familientag. In diesem Jahr fällt der Beginn des Weihnachtsfestes auf einen Sonntag. Die Geschäfte sollen an diesem Tag geschlossen bleiben, betonen die Landes- und Freikirchen.

Foto: iStock

Längst sei der Advent keine Fastenzeit mehr, dennoch gelte er als ruhige und besinnliche Zeit, schreibt der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK). Im Gegensatz zu diesem Anspruch stehe der Befund, dass viele den Advent als stressig und hektisch wahr nähmen.

 

Der Kirchenbund fordert, die Bedürfnisse der gesamten Bevölkerung zu berücksichtigen und nicht alle vorweihnachtlichen Sonntage für den Verkauf zu öffnen, damit den gemeinsamen christlichen Wurzeln und Traditionen der notwendige Raum gegeben wird. "Dies gilt umso mehr, wenn der vierte Adventssonntag auf den Beginn des Weihnachtsfestes fällt." Der Kirchenbund unterstützt den Aufruf, die Geschäfte am Sonntag, 24. Dezember 2017, geschlossen zu lassen und ermutigt Geschäftsinhaber, die Angestellten an diesem Tag ihren Familien zu überlassen. "Wer am Sonntag arbeitet, fehlt zuhause. Und wer an diesem Sonntag, 24. Dezember arbeiten muss, fehlt der Familie bei der Vorbereitung auf eines der wichtigsten Familienfeste im Jahr", so Kirchenbundspräsident Gottfried Locher.

 

Für eine Mehrzahl der Menschen stehe der Sonntag für eine „Insel der Ruhe“ in der sonst oft hektischen Arbeitswoche. „Dass der Beginn des Weihnachtsfestes in diesem Jahr auf eben diesen Sonntag fällt, sollte für uns alle Grund genug sein, diesen Tag im Kreise der Familie und in Ruhe zu verbringen“, schreibt die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ihrerseits in einer Mitteilung.

 

Konsens unter Kirchenvertretern

 

SEA, SEK und die katholische Bischofskonferenz rufen die Geschäftsinhaber darum auf, ihren Mitarbeitenden eine würdige Einstimmung auf das Fest zu ermöglichen. Die Bischofskonferenz schreibt: „Die Adventszeit ist eine Zeit der Besinnung, des Staunens und der Liebe. Familien pflegen ihre speziellen Weihnachtstraditionen und freuen sich auf das Wiedersehen mit Verwandten und Freunden. Der Besuch des Gottesdienstes an Heiligabend ist in der Bevölkerung tief verankert und beschert vielerorts volle Kirchen.“

 

Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) engagiert sich als Mitglied des SEK und des Freikirchenverbandes VFG ebenfalls für geschlossene Einkaufsläden an Heiligabend und allgemein für einen möglichst arbeitsfreien Sonntag. Die EMK ist zudem seit Juni 2012 Mitglied der Sonntagsallianz, einem breiten Zusammenschluss von Kirchen, Gewerkschaften, Frauenorganisationen und Arbeitsmedizinern.

 

Quelle: www.sek.ch / www.ideaschweiz.ch / BSt.


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