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"Christus wird dir deinen Platz und deinen Rang zuweisen, ob er nun höher oder niedriger ist, ob es dir gut geht oder ob du leidest. Gib dich damit zufrieden, dass Christus beides, deine Arbeit und deine Situation bestimmt, dass er so oder so über dich verfügt."

John Wesley (1703 - 1791)

Montag 02. Juli 2018 14:54Alter: 81 days
/ Kategorie: Weltweit

#LetThemLeave: Methodisten fordern Ausreiseerlaubnis für drei junge Mitarbeitende auf den Philippinen

Methodist/innen weltweit rufen zur Unterstützung für zwei Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin auf, die sich auf den Philippinen an einer internationalen Untersuchung mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen beteiligt hatten und seither an der Ausreise gehindert werden.

Miracle Osman Nkhata

Tawanda Chandiwana

Adam Shaw (Bilder: umcmission.org)

Tawanda Chandiwana aus Simbabwe, Miracle Osman aus Malawi und Adam Shaw aus den USA dürfen derzeit nicht aus den Philippinen ausreisen. Alle drei befinden sich in dem südostasiatischen Land im Auftrag der Behörde für Mission, Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit (GBGM) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK). Die Missionsbehörde und der Bischofsrat der weltweiten EMK fordern die Regierung der Philippinen auf, allen drei umgehend die Ausreise zu genehmigen. Der Nationale Kirchenrat der Philippinen und der Ökumenische Rat der Kirchen haben sich der Aufforderung angeschlossen. Der Bischofsrat ruft außerdem zum Gebet auf.

 

An Ausreise gehindert
Tawanda Chandiwana war auf der Insel Mindanao im Süden der Philippinen im Bereich Friedensförderung eingesetzt. Seit Mai sitzt er in Haft. Ihm wird vorgeworfen, sein Visum überzogen zu haben. Er hatte aber eine Verlängerung seines Visums schon in die Wege geleitet. Miracle Osman ist arbeitete mit den Ureinwohnern Mindanaos. Ihr Pass wurde im Frühjahr von den philippinischen Behörden einbehalten. Deshalb kann sie derzeit nicht ausreisen. Adam Shaw, seit 2011 in den Diensten des GBGM, arbeitete ebenfalls mit den Ureinwohnern auf der Insel Mindanao und ist bereit zur Ausreise. Sie wird ihm momentan verwehrt.

 

Teil einer internationalen Untersuchung
Alle drei waren im Februar an einem Kontrollpunkt der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Sie nahmen damals an einer internationalen ökumenischen Untersuchung mutmasslicher Menschenrechtsverletzungen im Süden des Landes im Gebiet um die Stadt General Santos teil. Das Gebiet steht unter Kriegsrecht als Reaktion auf umstrittene Berichte über terroristische Aktivitäten.

 

Bislang erfolglose Bemühungen
Trotz anhaltender Bemühungen seitens der methodistischen Kirche und von Anwälten auf den Philippinen haben die drei jungen Mitarbeitenden ihre Ausreisepapiere bislang nicht erhalten. Deshalb haben das GBGM und der Bischofsrat der EMK eine weltweite Kampagne gestartet, mit der sie auf die Notlage der drei hinweisen. Die Kampagne «Pray to #LetThemLeave» (etwa: Betet, dass sie ausreisen dürfen) ist mit der Möglichkeit verbunden, sich im Internet in eine Unterstützungsliste einzutragen.

Thomas Kemper, GBGM-Generalsekretär, protestiert «energisch gegen diese Behandlung» der Mitarbeitenden, und ergänzt: «Wir fordern respektvoll, dass diesen jungen Menschen erlaubt wird, das Land zu verlassen.»

 

Ökumenische Unterstützung
Pastor Olav Fykse Tveit, der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), stellt den Vorgang in einen grösseren Zusammenhang. Er wird auf der ÖRK-Website mit folgenden Worten zu dem Fall zitiert: «Der ÖRK ist beunruhigt und empört über die Verschlechterung der Menschenrechtssituation und die steigende Gewalt auf den Philippinen.» Weiter sagt Tveit: «Wir verurteilen die illegalen Inhaftierungen, aussergerichtlichen Tötungen, gewaltsame Vertreibung von Ureinwohnern in grossem Umfang und die Zerstörung von Schulen seit der Verhängung des Kriegsrechts im Mai 2017.»

 

Beten für Freilassung

Der EMK-Bischofsrat ruft alle Glieder der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche zum mittäglichen Gebet für die drei jungen Missionare auf, solange die drei die Philippinen nicht verlassen dürfen. Egal wo die Glieder der EMK mittags gerade seien, sollten sie so oder ähnlich beten: «Gott der Gnade und des Friedens, sei mit unseren Missionaren. Halte sie frei von Schaden. Bring sie heim. Herr, hör unser Gebet. Amen.»

 

Reinhold Parrinello / emk.de

 

Weitere Informationen

Informations- und Unterstützungskampagne auf der Webseite des GBGM (englisch)

Information des Mediendienstes UMNS der weltweiten Methodistenkirche (englisch)

Information auf der Webseite des Ökumenischen Rates der Kirchen (englisch)


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